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Ejaculatio praecox

Pharma-News: Schreckgespenst „Vorzeitiger Samenerguss“

„Der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio praecox) ist eine weit verbreitete sexuelle Funktionsstörung, von der ca. 20 % Männer (1) betroffen sind. Statt nach durchschnittlich fünf Minuten (2) endet der Liebesakt bereits nach weniger als zwei Minuten mit einer nicht kontrollierbaren Ejakulation (3).

Mit einem lustvollen spontanen „Quickie“ hat dies schon längst nichts mehr zu tun. Viele Paare sind verunsichert und Sex wird, je der länger der Zustand andauert, für die Betroffenen zum Stressfaktor, der die Beziehung belastet. „Beide Partner sind stark verunsichert. Der Mann glaubt, er „genügt nicht“ und die Frau fragt sich, ob ihr Partner sie auch wirklich liebt.

„Indirekte und direkte Beziehungskonflikte, also Rückzug oder Angriff sind dann oftmals Folge dieser Selbstzweifel“, weiß Sexualmedizinerin Dr. Carla Thiele aus Leipzig. Das offene Gespräch, ist Dr. Thiele überzeugt, ist der erste Schritt zur möglichen Besserung.
Was viele Paare nicht wissen ist, dass es sich beim regelmäßigen „Zu-früh-Kommen“ um eine sexuelle Funktionsstörung handeln kann und das auch diese  sexualmedizinisch und medikamentös behandelt werden kann – was die sexuelle Zufriedenheit beider Partner nachweislich erhöht (4).

Neuere Forschungen gehen davon aus, dass insbesondere der lebenslang bestehenden Form des vorzeitigen Samenergusses teilweise eine Fehlsteuerung des an Orgasmus und Ejakulation beteiligten Nervenbotenstoffs Serotonin zugrunde liegt (5). Dies hat dazu geführt, dass inzwischen neben sexual- und paartherapeutischen auch medikamentöse Therapieoptionen zum Einsatz kommen.

Ziel einer Therapie sollte sein, die Zeit bis zum Samenerguss zu verlängern, die Kontrolle der Ejakulation sowie die sexuelle Zufriedenheit zu verbessern, sowie den Leidensdruck und die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten zu verringern.

Literatur:

1 Porst H et al. Eur Urol. 2007;51:816–24
2 Waldinger MD et al. J Sex Med 2005;2:492–497
3 Patrick DL et al. J Sex Med 2005;2:358–367
4 McMahon CG et al. J Sex Med. 2011;8:524-39
5 Janssen PKC et al. J Sex Med 2009;6:276–284


Weitere Informationen:

www.späterkommen.de: Neben Informationen zum Thema gibt es auch eine Reihe von interessanten und verständlichen Broschüren sowie einen Selbsttest.


Mit freundlicher Unterstützung der Firma A. Menarini Pharma GmbH

 

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